Vereinsgeschichte

 

Der Verein wurde am 17. Juli 1905 von 18 jungen Männer  als Turnverein „Nordstern“ im damaligen Gasthaus „Krone“ gegründet. Unter großen persönlichen Opfern wurden die ersten Turngeräte angeschafft. Die Disziplinen „Geräte- und Bodenturnen, Leichtathletik“ wurden in den Anfangsjahren ausgeübt. Der erste Turnplatz war am südlichen Ortseingang von Gauangelloch. 1908 wurde der „Turnverein Nordstern“ unter der Nr. 188 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Heidelberg eingetragen.

Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges hatten die Gauangellocher Turner schöne Erfolge im Turngau. Dieser unselige Krieg brachte auch vielen Turnern den Tod. 1919 trafen sich wieder die jungen Männer des Dorfes, um den Sportbetrieb neu aufzunehmen.

In den 20 – iger und 30 – iger Jahren gestaltete der Verein neben dem Sport auch sehr intensiv das gesellige und kulturelle Leben. 1936 wurde die damalige „Schützengilde Heimattreu“ unter politischem Druck in den Turnverein integriert.

Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte 1948 die Wiedergründung des Vereins mit dem Schwerpunkt „Fußball“ unter dem Namen „Sportverein Gauangelloch – Ochsenbach“. In Ermangelung eines eigenen Sportplatzes wurden die ersten Verbandsspiele in Schatthausen ausgetragen, ehe nach einer großen Gemeinschaftsleistung der gesamten Dorfbevölkerung 1950 der Waldsportplatz eingeweiht werden konnte. Die 1. Mannschaft spielte immer in der B – Klasse.

In den Jahren 1961 – 1965 wurde größtenteils in Eigenleistung die Sporthalle beim Waldsportplatz gebaut. Diese wurde zum 60. Jubiläum eingeweiht. Den Fußballern gelang 1970 erstmals der Aufstieg in die A – Klasse. 1970 konnte der TSV als erster Verein der B – Klasse die in Eigenleistung erstellte Flutlichtanlage nutzen,

um endlich bessere Trainingsbedingungen im Winter zu haben. Neben den Senioren wurde nun auch die Jugendarbeit im Verein intensiviert. Einen Höhepunkt erlebte der TSV 1979 mit der Erringung der Bad. Hallenmeisterschaft  der C- Jugend um den späteren Bundesligaprofi Rainer Zietsch und mit dem Trainer Werner Seib. Die 1. Mannschaft pendelte in all den Jahren immer zwischen B- und A- Klasse, weil immer der Schwerpunkt auf einheimische Fußballer gelegt wurde. 2005 zum 100. Jubiläum gelang erstmals der Aufstieg in die Bezirksliga. Neben der Fußballabteilung ist auch die Turnabteilung sehr aktiv. In mehreren Gruppen werden die Kinder in der neuen Schlossberghalle betreut. Seit 2012 besteht auch eine Gruppe  „Geräteturnen“ beim TSV.  Für Erwachsene besteht die Gelegenheit zum Sport in den Gruppen „Damen – Gymnastik“  montags in der Schlossberghalle  und „Power – Working“  ab Waldsportplatz  in den Sommer – Monaten.

Die Fußballer konnten ab 1987 das von der Stadt Leimen errichtete Kraichgaustadion nutzen. Der anfängliche Kunstrasen wurde 1997 durch einen Naturrasen ersetzt. Der alte Waldsportplatz wird  jedoch weiterhin in Eigenregie des TSV gut gepflegt und dient den Fußballern als Trainingsplatz. Neben dem Großfeld im Kraichgaustadion kann auch ein Rasen – Kleinfeld genutzt werden, sodass für den Spiel – und Trainingsbetrieb nur Rasenplätze zur Verfügung stehen.

1992 kionnte der TSV sein eigenes Vereinsheim beim Kraichgastadion einweihen. Das verpachtete Restaurant hat sich dank unserer griechischen Pächterfamilie in den vergangenen 11 Jahren einen bekannten Ruf als Speiselokal erworben.

Der TSV hat derzeit nahezu 700 Mitglieder; davon sind ca. 40 % Kinder und Jugendliche, die von engagierten Trainern und Übungsleiter(innen) Woche für Woche betreut werden.

Damit ist fast jeder 3. Einwohner von Gauangelloch und Ochsenbach Mitglied im TSV Gauangelloch.